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YouTube hat im Dezember 2011 damit begonnen, ausgewählte Kanäle finanziell zu fördern. Insgesamt flossen 100 Millionen Dollar in Partner-Kanäle. Unter den geförderten Kanälen befanden sich z.B. der YouTube-Kanal von Madonna, Tony Hawk oder Warner Bros. Es wurden aber auch unbekannte Namen bzw. deren Kanäle gefördert.

Jetzt hat Google Bilanz gezogen und geht in die zweite Finanzierungsrunde. Die Summe der Finanzspritze bleibt diesmal jedoch geheim. Weiterhin werden dieses Mal nur 30 – 40 % der insgesamt mehr als 100 YouTube-Partner-Kanäle finanziert.

Keine Umsatzbeteiligung für die ausgewählten Partner-Kanäle

AdAge vermutet, dass die Kanäle die gleiche Summe wie im Vorjahr erhalten werden. Hierbei handelt es sich um Investitionen zwischen einer und fünf Millionen Dollar je Kanal. Dafür verpflichten sich die Partner für ein weiteres Jahr exklusiven YouTube-Inhalt zur Verfügung zu stellen.

Die Kanäle werden hierbei jedoch erst an Werbeumsätzen beteiligt, wenn diese das Investment (durch Werbung) wieder eingespielt haben – Das gelang bisher keinem der Kanäle.

Google kalkuliert hierbei rein nach Zahlen. Die YouTube-Partner-Kanäle mit dem besten ROI werden honoriert. Dabei werden z.B. Videoabrufe und Produktionskosten in Relation gesetzt. Ein großer Name ist dabei aber kein Garant für hohe Zuschauerzahlen. Vor allem die Bindung an den einzelnen Zuschauer ist ein sehr wichtiger Aspekt.

YouTube wird zur TV-Anstalt

Auch bei YouTube entscheidet die Quote über das Angebot. Je nach Werbeeinnahmen wird also entschieden, welche Show weiter betrieben wird und welche Show abgesetzt wird.

So zeigt auch das Beispiel Geico bzw. WIGS, welche Richtung YouTube einschlagen will. Hier wurde ein sogenannter „Upfront-Deal“ vereinbart, der YouTube zukünftige Werbebuchungen für den jeweiligen Kanal garantiert.

YouTube hat mit dieser Finanzspritze und neuen Werbedeals einen weiteren Schritt in Richtung professionelleres Niveau unternommen. Ziele wie Wachstum, mehr Zuschauer und intensivere Beziehungen zu den Werbekunden wurden ein gutes Stück vorangetrieben. Die durchschnittliche Sehdauer konnte somit um 60% erhöht werden. Außerdem werden pro Monat ca. vier Milliarden(!) Stunden Videos konsumiert. Im Vorjahr waren es noch ca. drei Milliarden Stunden. Auch die Positionierung von YouTube hat sich nach oben hin verbessert. So sehen viele Unternehmen aus den Bereichen Lifestyle, Entertainment und Werbung die Videoplattform mittlerweile als viel wertvoller an.

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